Es ist ein komisches Gefühl, nach so langer Zeit plötzlich single zu sein. Man hat keine Verpflichtungen, ist ganz auf sich alleine gestellt; ist frei, das zu tun und zu lassen, was man möchte.
Wieso nicht den gutaussehenden Typen in der Disco anflirten? Vielleicht eine Romanze mit einem reifen Mann? Oder ein One-Night-Stand gefällig? Wenn man sich umsieht, gibt es so viele Möglichkeiten und so viele Chancen. Sich mal richtig ausleben - warum nicht? Wer hindert einen daran? Niemand.
Allerdings fühlt man sich auch plötzlich alleine. Weil es allen anderen scheiß egal ist, was du tust. Ob du jeden Tag einen anderen hast und von einem Bett ins nächste hoppst - wem macht es was aus? Niemandem.
Keiner der einen vermisst. Oder wegen dem täglichen Gutenachtgespräch anruft.
Freiheit ist..so anders. Gewöhnungsbedürftig. Und einsam.
Montag, 14. Dezember 2009
Sonntag, 13. Dezember 2009
Part 3: Das Ende.
Es ist wieder Sonntag.
Ich steige aus dem Bus, hebe meinen Blick und sehe ihn. Unter seinen Augen sind dunkle, tiefsitzende Ringe zu erkennen, seine Augen etwas rot unterlaufen. Er hat sich die Haare abgeschoren. Mein Herz klopft wie verrückt, ich glaube ich zitter auch ein wenig. Wir umarmen uns kurz.
"Was ist los mit uns?"
Wir stehen noch an der Bushaltestelle an der Kirche. Ich antworte nicht auf seine Frage, sondern schlage ihm vor, dass wir uns erst hinsetzen. Auf einer Bank im Park hinter der Kirche lassen wir uns nieder. Es ist später Nachmittag, die tiefstehende Sonne scheint uns ins Gesicht. Ich halte meinen Blick gesenkt, es tut mir weh ihn anzusehen. Sicherlich, meine letzte Woche war die Hölle - aber seine vergangene Woche war wahrscheinlich noch schlimmer.
"Was ist mit dir los?"
"Wollen wir es nicht noch einmal versuchen?"
"Liebst du mich nicht mehr?"
Ich weiß nicht - ich kann nicht - nein.
Nein. Nein, nein, NEIN!!
Ich will nicht kämpfen. Ich will nicht! Ich kann nicht. Wofür? Liebe kommt nicht zurück.
Zwei Jahre, drei Monate, achtzehn Tage, zwölf Stunden
So lange hat unsere Beziehung gehalten. Nun ist sie vorbei. Wir gehen ab nun getrennte Wege.
Ich fühle mich frei.
Zu frei.
Ich steige aus dem Bus, hebe meinen Blick und sehe ihn. Unter seinen Augen sind dunkle, tiefsitzende Ringe zu erkennen, seine Augen etwas rot unterlaufen. Er hat sich die Haare abgeschoren. Mein Herz klopft wie verrückt, ich glaube ich zitter auch ein wenig. Wir umarmen uns kurz.
"Was ist los mit uns?"
Wir stehen noch an der Bushaltestelle an der Kirche. Ich antworte nicht auf seine Frage, sondern schlage ihm vor, dass wir uns erst hinsetzen. Auf einer Bank im Park hinter der Kirche lassen wir uns nieder. Es ist später Nachmittag, die tiefstehende Sonne scheint uns ins Gesicht. Ich halte meinen Blick gesenkt, es tut mir weh ihn anzusehen. Sicherlich, meine letzte Woche war die Hölle - aber seine vergangene Woche war wahrscheinlich noch schlimmer.
"Was ist mit dir los?"
"Wollen wir es nicht noch einmal versuchen?"
"Liebst du mich nicht mehr?"
Ich weiß nicht - ich kann nicht - nein.
Nein. Nein, nein, NEIN!!
Ich will nicht kämpfen. Ich will nicht! Ich kann nicht. Wofür? Liebe kommt nicht zurück.
Zwei Jahre, drei Monate, achtzehn Tage, zwölf Stunden
So lange hat unsere Beziehung gehalten. Nun ist sie vorbei. Wir gehen ab nun getrennte Wege.
Ich fühle mich frei.
Zu frei.
Donnerstag, 10. Dezember 2009
„Du weißt es“, Part 2
Es ist Sonntag.
„Ich muss dir was sagen.
[…]
Ich glaube, ich liebe dich nicht mehr.“
Er scheint sehr gefasst über die Nachricht, die ich ihm gerade übermittelt habe. Wir sind in einem Park und gehen dann zu mir nachhause.
Ich zünde ein paar Kerzen an, wir setzen uns aufs Bett. Und wir sprechen. So viel haben wir noch nie über unsere Beziehung gesprochen. Bisher war ja alles immer so super toll und schön gewesen.
Ich will sterben, als er weinend neben mir liegt. Ich streichle ihn, versuche ihn zu trösten. „Lass das! Es fühlt sich nicht echt an!“
Und plötzlich begreife ich, was ich ausgelöst habe.
Er möchte, dass ich gehe – aus meiner eigenen Wohnung.
Ich fahre zu meinem Bruder.
Ein paar Stunden später gehe ich durch die selbe Tür, durch die ich vorhin tränenüberströmt rausgerannt bin. Mir geht es besser, ich bin angetrunken. Nur meine Augen machen mir zu schaffen, denn sie sind angeschwollen und aufgedunsen wie Marshmallows.
Ich gehe schlafen.
Am darauf folgenden Tag chatten wir. Eine Woche Bedenkzeit. Damit ich herausfinde, ob ich mit ihm zusammenbleiben möchte oder nicht. Ob ich ihn liebe oder nicht.
Die Woche war die Hölle.
Zum einen war es die ungesündeste meines Lebens: Ich habe das Essen durch Rauchen und Trinken ersetzt, war also jeden Tag betrunken. Habe mehr nachgedacht als je zuvor.
Zum anderen bemerkte ich in der Woche jedoch, wie viele Leute mich unterstützen und wie viele Leute sich für mich scheren interessieren. Ich bin der Welt also doch nicht egal.
„Du hast dich doch bereits entschieden!“
Das sagte mein Bruder an dem Dienstag Abend zu mir. Er hatte Recht, ich hatte mich bereits entschieden. Bewusst wurde mir dies allerdings erst um einiges später.
„Ich muss dir was sagen.
[…]
Ich glaube, ich liebe dich nicht mehr.“
Er scheint sehr gefasst über die Nachricht, die ich ihm gerade übermittelt habe. Wir sind in einem Park und gehen dann zu mir nachhause.
Ich zünde ein paar Kerzen an, wir setzen uns aufs Bett. Und wir sprechen. So viel haben wir noch nie über unsere Beziehung gesprochen. Bisher war ja alles immer so super toll und schön gewesen.
Ich will sterben, als er weinend neben mir liegt. Ich streichle ihn, versuche ihn zu trösten. „Lass das! Es fühlt sich nicht echt an!“
Und plötzlich begreife ich, was ich ausgelöst habe.
Er möchte, dass ich gehe – aus meiner eigenen Wohnung.
Ich fahre zu meinem Bruder.
Ein paar Stunden später gehe ich durch die selbe Tür, durch die ich vorhin tränenüberströmt rausgerannt bin. Mir geht es besser, ich bin angetrunken. Nur meine Augen machen mir zu schaffen, denn sie sind angeschwollen und aufgedunsen wie Marshmallows.
Ich gehe schlafen.
Am darauf folgenden Tag chatten wir. Eine Woche Bedenkzeit. Damit ich herausfinde, ob ich mit ihm zusammenbleiben möchte oder nicht. Ob ich ihn liebe oder nicht.
Die Woche war die Hölle.
Zum einen war es die ungesündeste meines Lebens: Ich habe das Essen durch Rauchen und Trinken ersetzt, war also jeden Tag betrunken. Habe mehr nachgedacht als je zuvor.
Zum anderen bemerkte ich in der Woche jedoch, wie viele Leute mich unterstützen und wie viele Leute sich für mich scheren interessieren. Ich bin der Welt also doch nicht egal.
„Du hast dich doch bereits entschieden!“
Das sagte mein Bruder an dem Dienstag Abend zu mir. Er hatte Recht, ich hatte mich bereits entschieden. Bewusst wurde mir dies allerdings erst um einiges später.
Abonnieren
Posts (Atom)
